Raum für Gebet und Stille

Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.
Er ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand.
Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche. Er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten; so hat er in allem den Vorrang.
Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen,
um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut. (Kolosser 1,15-20)

 

Mit Jesus zusammen beten:

Vater Unser im Himmel
geheiligt werde dein Name
Dein Reich komme
Dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
führe uns nicht Versuchung
sondern erlöse uns von dem Bösen

 

Das Gebet hat große Kraft,
das ein Mensch nach bestem Können verrichtet.
Es macht ein bitteres Herz süß,
ein trauriges froh,
ein armes reich,
ein törichtes weise,
ein verzagtes kühn,
ein schwaches stark,
ein blindes sehend,
ein kaltes brennend.
Es zieht den großen Gott
in ein kleines Herz.
Es trägt die hungrige Seele
empor zu Gott, dem lebendigen Quell,
und bringt zusammen zwei Liebende:
Gott und die Seele.

Gertrund von Helfta

 

Wenn der Regen fällt, dunkle Wolken ziehn
und kein Mensch ist da, der mal nach dir fragt.
Wenn es dunkel wird und du einsam bist,
weil du keinen hast, der sich um dich sorgt.

Sprich zu ihm, er ist da
und er kennt die Einsamkeit.
Jesus Christus will dein Freund sein.
Sprich zu ihm, er ist da!

Wenn kein Anruf kommt, alles um dich schweigt
und es nichts mehr gibt, was dich fasziniert.
Wenn es Abend wird und du traurig bist,
weil Enttäuschung dein Denken bitter macht.

Sprich zu ihm, er ist da
und er kennt die Einsamkeit.
Jesus Christus will dein Freund sein.
Sprich mit ihm, er ist da!

Wenn die Zeit verrinnt und die Angst dich packt,
weil du mutlos bist für den nächsten Tag.
Wenn du plötzlich weinst und dich schämen musst,
weil du stark sein willst und es doch nicht kannst.

Sprich zu ihm, er ist da
und er kennt die Einsamkeit.
Jesus Christus will dein Freund sein.
Sprich mit ihm, er ist da!

 

Hier (in der Eucharistie) vollzieht sich etwas in der absoluten Dimension der Transzendenz, in der Dimension der Unendlichkeit und der Ewigkeit. Die Eucharistie ist ein Sakrament unvorstellbaren und unerklärbaren Reichtums.

P. Henri Boulad S.J.

 

Der heilige Bonaventura, einer der ersten Biografen schreibt über Franzsikus: "Er war nicht nur ein Betender, er war vielmehr selbst ein Gebet."

Franziskus lehrt uns auch im Schweigen, bei der Arbeit, in der Freizeit auf der Straße, ja selbst im Schlaf zu beten. Entscheidend ist nicht, was der Mund spricht, entscheidend ist, was aus Hingabe geschieht. Unsere Gedanken dürfen ruhen beim Gebet, unsere Worte können verstummen. Alles kann zum Gebet werden - auch Wut, Ohnmacht, stille Freude, ruhiger Atem, schnelle Schritte, gewohnte Handgriffe, Rituale des Alltags.

Lassen Sie sich als ganzen Menschen ansprechen und ergreifen von unserem Gott, der alles in allem ist.

Helmut Schlegel OFM

 

 

Bist du es wirklich, Gott?... Ich verberge mich, möchte jedoch gefunden werden. Ich möchte kein Wort sagen, aber ich sehne mich, dass mir jemand zuhört. Ich möchte auch alleine unter den Leuten sein, aber mich nicht einsam fühlen müssen. Könnte mich jemand hören, meine Gefühle verstehen?

Gott, Du willst mich ganz. Du willst mich so, als gäbe es nur mich auf dieser Welt. Und wenn du mich gefunden hast, dann tust du so, als hinge Dein ganzes Glück von mir alleine ab. Und wenn du einen anderen gefunden hast, dann willst du, dass ich mich mit Dir freue. So, als hinge auch mein Glück vom Gefundenwerden dieses einen Menschen ab.

Verfasser unbekannt

 

Gott, zu dir rufe ich: In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe. Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede. Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den Weg für mich.

Dietrich Bonnhöfer

 

Das Gebet hat große Kraft,
das ein Mensch verrichtet
nach bestem Können:
Es macht ein bitteres Herz süß,
ein trauriges froh,
ein armes reich,
ein törichtes weise,
ein verzagtes kühn,
ein schwaches stark,
ein blindes sehend,
ein kaltes brennend.
Es zieht den großen Gott
in ein kleines Herz.

Gertrud von Helfta

 

 

 

Schmücke mein Herz, Herr,
mit deiner Gegenwart;
Verwandle es in eine 
Wohnung für Dich!
Du bist der Gast,
den ich erwarte,
der Freund,
der bei mir bleiben soll.
Dir, dem ein Palast gebührt,
habe ich nur eine ärmliche
Hütte anzubieten.

Ich schmücke mein Haus
mit Sehnsucht und Verlangen.
Dann wird der Glanz des Himmels
meine Wohnung erhellen.

Mein Haus wird eine
Kathedrale sein,
mein Herz ein Tabernakel.
Schmücke mein Herz, Herr,
mit deiner Gegenwart,
verwandle es in eine
Wohnung für Dich.

Johannes XXIII.

 

Du bist der Himmel
und kommst zur Erde.
Du bist die Stärke
und bekleidest dich mit Demut.
Du, der du groß bist,
nimmst alles an, was lebt.
Du kommst und suchst
meine Hilfe und Freundschaft.

Aus Lateinamerika

 

 

Ermunterung zum Gebet

Noch ein Wort möcht ich dir sagen:
Bete gern und habe Mut!
Das Gebet nur hilft ertragen,
Das Gebet macht alles gut.

Bete, wär es auch voll Mängel,
Sieh, es ist denn doch Gebet;
Weiß ja Gott, dass nicht ein Engel,
Nur ein Kind zum Vater fleht.

Lass dich nicht vom Elend schrecken,
Das entsetzt du in dir schaust;
Gottes Liebe wird's bedecken,
Wenn du fromm auf ihn vertraust.

Lass es dich auch nicht verdrießen,
Wenn's nicht mehr von Herzen geht,
Gott wird doch sein Ohr nicht schließen,
Treuer Wille ist Gebet.

Bete nicht mit dem Gedanken:
Ach, mein Beten hilft mir nicht;
Dein Vertrauen darf nicht wanken,
Gott ist deine Zuversicht.

Bete mit der Liebe Kräften,
Klamm're dich an deinen Gott,
Mög auf ihn dein Blick sich heften;
Keinen Stein gibt er statt Brot.

Bete bei des Geistes Dürre,
Bete, bis dir Trost gewährt;
Bete auch im Weltgewirre,
Das Gebet den Geist ernährt.

Bete kindlich beim Erwachen,
Eile deinem Vater zu!
Abends sollst du Rechnung machen,
Leg dich mit Gebet zur Ruh'!

Und bist menschlich du gefallen,
Stehe auf, blick nicht zurück!
Vorwärts muss der Pilger wallen,
Aufwärts geh'n der Seele Blick!

Was du tust, tu es vollkommen,
Tauch es nur in Liebe ein!
Dieses Streben wird dir frommen,
Wirst bald frömmer, besser sein.

Wenn die Fehler du bereuet
Und das Deinige getan,
Weißt du ja, dass Gott verzeihet;
Gehe mutig nur voran!

Aus einem Gebetbuch entnommen

 

 

Gebet für einsame Menschen

Gott, 
Du Anker unserer Sehnsucht,
Du Fels in der Brandung,
Du Tröster in Verlassenheit,
Du Licht in der Finsternis!

Gott, 
der Du die Einsamkeit
und große Verlassenheit
Deines Sohnes am Ölberg kennst,
komme in die Einsamkeit
auch unseres Lebens.

Gott, 
stehe den Menschen bei,
die sich heute einsam fühlen.
Laß`sie Menschen finden, die ihnen
in ihrer Verlassenheit beistehen,
die Einsamkeit durchbrechen.

Gott, 
laß`besonders Menschen,
die allein mit sich gelassen sind,
weil ihre Einsamkeit niemand bemerkt,
spüren, daß Du ihnen nahe bist,
sie hältst und sogar trägst.

Sieglinde Seiler

 

Segne mich Herr

Der Herr sei vor mir, um mir den rechten Weg zu zeigen; der Herr sei neben mir, um mich in die Arme zu schließen und zu schützen; der Herr sei hinter mir, um mich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen; der Herr sei unter mr, um mich aufzufangen, wenn ich falle und um mich aus der Schlinge zu ziehen; der Herr sei in mir, um mich zu trösten, wenn ich traurig bin; der Herr sei um mich herum, um mich zu verteidigen, wenn andere über mich herfallen; der Herr sei über mir, um mich zu segnen. So segne mich der gütige Gott. Amen.

 

Gebet um einem Menschen zu vergeben

Jesus, in Deinem Namen und mit Deiner Kraft, mit meiner Kraft geht es nicht, verzeihe ich N., so wie Du es willst. Ich segne ihn/sie in Deinem heiligen Namen. Rette seine/ihre Seele, o Herr, und heile mich von allen inneren Wunden, die ich durch ihn/sie bekommen habe. Heiliger Geist, reiße alle bitteren Wurzeln dieser Wunden heraus, die nicht vom himmlischen VATER eingepflanzt sind. Jesus, gieße Dein kostbares Blut in diese Wunden und heile mich. Herr, ich vereine dieses Leiden mit Deinem Leiden und opfere es nach Deiner Meinung auf. Amen.

 

 

 

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Nur eines ist wichtig, ob wir feige oder tapfer sind: immer dort zu sein, wo Gott uns haben will, und im Übrigen ihm zu vertrauen. (Georges Bernanos)

Echte Freude ist nur dort, wo volle Übereinstimmung mit dem WILLEN GOTTES besteht. (P. P. Zilligen)

Kommentare

Gott ist allmächtig.

Er hat den Menschen mit einem freien Willen erschaffen und ihm damit etwas von seiner Macht gegeben. Ebenso die Engel.

Gott hat damit also seine Allmacht eingeschränkt, so wichtig ist ihm der freie Wille der Engel und Menschen. Das hatte Konsequenzen. Dadurch kamen das Böse und furchtbares Leid und Elend in die Welt. Die Welt ist aber vergänglich und ein Ort der Prüfung.

Bestimmt sind wir für die Teilnahme an der ewigen Herrlichkeit und Freude Gottes im Himmel. So furchtbar das Leid auf der Erde auch ist, es ist es wert ertragen zu werden, um zur ewigen Herrlichkeit zu gelangen, denn diese ist so kostbar und groß und schön und überwiegt alles Böse und Schreckliche so sehr, dass Gott das alles in Kauf genommen hat, denn wir können diese Herrlichkeit nur als freie Wesen erlangen. Wir können sie nur als Wesen erlangen, die an der Allmacht Gottes teilhaben und diese Macht aber auch für das Böse missbrauchen können.

Gott hat sich klein gemacht und eingeschränkt, damit wir groß und göttlich werden können. Er wurde sogar selbst Mensch in Jesus. Er vereinigt sich mit seinem Geschöpf. Das ist das Geheimnis seiner Liebe.

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