Sternstunde

Als Du entstanden bist, das war eine Sternstunde Gottes.
Er sprach: Es werde! Dann wurdest Du.
Du bist kein Zufall und kein Unfall,
sondern ein Einfall Gottes.

Und Gott sagt zu Dir:

Du bist wertvoller als ein Stern,
der irgendwann im Weltall verglüht!
Du bist gerufen, für mich zu leuchten.
Ich bin es, der vor Dir hergeht, der helle Morgenstern.
Sei getrost mein Kind, ich weise Dir den Weg,
auch im dunklen Tal!

Du bist kostbar in meinen Augen und ich habe Dich lieb!

Ruth Heil

 

«Ich danke dir dafür, daß ich so wunderbar gemacht bin. »
(Ps. 139,14) Die Schönheit des ungeborenen Kindes



1.Tag
Heute hat das Abenteuer meines Lebens begonnen!
Ich bin 0,15 Millimeter groß. Die Ärzte
nennen mich «Zygote», so heißt die befruchtete
Eizelle mit ihren 23 Chromosomenpaaren. Aber
bereits jetzt bin ich eine unverwechselbare
Person: Ich bin ein Junge und werde schwarze
Haare wie mein Papa und blaue Augen wie
meine Mama haben. Es steht sogar schon fest,
daß ich in 20 Jahren stolze 1 Meter und 90
Zentimeter groß sein werde!

12.Tag
Ich habe mich in die Gebärmutterschleimhaut
eingenistet. Dieser Vorgang heißt Nidation.Von
nun an bin ich ganz innig mit meiner Mama
verbunden: Jede Gefühlsregung meiner Mutter
erlebe ich durch den Rhythmus ihres Herzschlages,
ihren Kreislauf und die ausgeschütteten
Hormone hautnah mit.

21.Tag
Ich bin etwa 2 Millimeter groß. Heute hat das
Herz in meiner Brust zu schlagen begonnen!
Meine Mama ist ganz freudig aufgeregt,weil
ihre Regel ausgeblieben ist und weil sie sich
doch so sehr wünscht, daß es mich gibt!

4. Woche
Ich habe deutliche Anlagen zu Gehirn und
Wirbelsäule.Gewachsen bin ich auch schon
ordentlich: 6 Millimeter bin ich jetzt groß.

5. Woche
Mein Herz schlägt 140-150 Mal in der Minute.
Mit einem Elektro-Kardiogramm kann man jetzt
sogar schon meine Herztöne hören! Jede Minute
entstehen 100.000 neue Nervenzellen, das
bedeutet auch, daß ich Schmerz und Berührung
spüre.

6. Woche
Meine Arme und Beine wachsen. Bald kann ich
mit meinen Händchen, an denen sich schon
winzige Finger bilden, mein Gesicht berühren
und die Nabelschnur umfassen! Ob ich auch
einmal so gut Klavierspielen werde wie mein
Papa? Mein Gesicht wird wunderschön geformt
mit Augen, Mund und Stupsnäschen.

7. Woche
Im Kiefer bilden sich schon Knospen für die
Milchzähne! Aber es wird leider noch dauern,
bis ich Gummibärchen beißen kann. Die Netzhaut
meiner Augen ist mit dem Gehirn verbunden,
damit ich sehen kann. Ich kann meine
Lage im Mutterleib empfinden,weil mein
Gleichgewichtssinn im Ohr schon vorhanden
ist. Meine Nieren nehmen ihre Produktion auf.
Ich probiere schon aus, was ich alles kann:
strampeln und greifen, atmen und saugen.

8. Woche
Gut,daß niemand meinen Mund berührt, da bin
ich nämlich kitzelig! Ich mag es auch nicht,
wenn es laut ist, dann wird mein Puls ganz
schnell! Ich bekomme schon meine ganz individuellen
Linienmuster auf meinen Fingern -
kein anderer Mensch hatte je die gleichen!
Nun bin ich etwa 4 Zentimeter groß.

9. Woche
Nun werde ich nicht mehr als Embryo,
sondern als Fötus bezeichnet.
Alle meine Körperorgane sind fix
und fertig, sie müssen nur noch
reifen,wachsen und sich weiterentwickeln.
Ich trete mit meinen Füßen
und bewege meine Zehen, an denen
schon winzige Nägel wachsen.Meine
Arme kann ich an den Ellbogen und
im Handgelenk abwinkeln, mit meinen
Händchen tasten, und mit den Fingern
greifen und eine richtige Faust machen!
Auch riechen und schmecken kann ich
schon! Ich runzle die Stirne, wie mein Papa
es immer macht. Ab jetzt wachse ich nicht
mehr so schnell.Würde ich nämlich so weiterwachsen
und zunehmen wie bisher,dann käme
ich nämlich mit 14 Tonnen auf die Welt. Das
wäre ja ein Ding!

10. Woche
Meine Mama und mein Papa haben mich am
Ultraschall gesehen! Nachdem ich den ersten
Schreck über dieses Untersuchungsgerät überwunden
hatte,wollte ich natürlich zeigen,was
ich schon alles kann: Ich bin eifrig herumgeschwommen,
habe gestrampelt,mich von der
Gebärmutterwand abgestoßen und drei richtige
Purzelbäume geschlagen! Die sind mir total
gut gelungen, und meine Mama und mein Papa
waren auch ganz begeistert, als sie mich sahen.

11. Woche
Ich lutsche leidenschaftlich gern Daumen.
Meine Arme halte ich in der Stellung eines
Trompeters.

12. Woche
Nun kann man schon mit bloßem Auge erkennen,
daß ich ein Junge bin! Ich bin acht Zentimeter
groß und wiege 30 Gramm.Hmm,das
Fruchtwasser schmeckt aber gut! So süß! Wenn
ich ein Mädchen wäre, könnte ich schon Ohrringe
tragen,weil ich richtige Ohrläppchen
habe. Ich schneide Grimassen und habe meine
ganz eigene Gesichtsmimik. Gut, daß ich im
Leib meiner Mama geborgen und geschützt bin
und mir niemand weh tun kann - ich bin
nämlich sehr schmerzempfindlich!

4. Monat
Meine Augen,Ohren, Nase und Mund
nehmen ihre endgültige Form an.
Meine Haut ist hellrosa, transparent
und mit Härchen überzogen. Damit
ich den Kopf aufrecht halten kann,
bildet sich die Nacken- und Rückenmuskulatur
aus. Ich bin sehr aktiv
und betreibe viel Sport: Ich drehe
und strecke mich, stoße mich ab,
beuge Kopf und Rumpf, schwimme,
greife, schlage Purzelbäume.Meine
Bewegungen kann ich sinnvoll und
gezielt steuern. Heute habe ich es
allerdings gar zu arg getrieben und zu
heftig an der Nabelschnur gezogen.Das
ist mir nicht so gut bekommen! Auf meinem
Kopf sprießen die ersten Haare, auch
Augenbrauen und Wimpern wachsen schon!

5. Monat
Ich habe meinen ganz eigenen Schlaf-Wach-
Rhythmus. Ich mag es,wenn mich meine Mama
in den Schlaf wiegt und schaukelt.Wird es
ruhig,weil sie auch schlafen möchte, protestiere
ich mit heftigem Strampeln und mit Tritten.
Meine Mama versteht mich und steht dann auf,
um mich weiter zu wiegen, mit mir zu plaudern
und mir etwas vorzusingen. Ich höre gern
Musik.Vivaldi und Mozart mag ich am liebsten!
Wenn ich zu gierig das köstliche Fruchtwasser
trinke,bekomme ich manchmal so argen
Schluckauf, daß meine Mama es auch merkt. Bei
plötzlichen lauten Geräuschen erschrecke ich
so sehr, daß ich zusammenzucke und mit heftigen
Bewegungen reagiere.

6. Monat
Meine Muskeln werden kräftiger und ich lege
mir Fettpolster an, um für die Zeit «draußen»
gerüstet zu sein. Meine Haut ist von der «Käseschmiere
», einer cremeartigen weißlichen
Substanz, bedeckt, damit sie nicht vom Fruchtwasser
aufgeweicht wird. Ich wiege ungefähr 1
Kilo und bin 35 Zentimeter groß!

7. Monat
Meine Mimik drückt aus, was ich in meinem
jetzt schon aufregenden Leben empfinde.
Wenn ich schlafe, träume ich davon, im Fruchtwasser
zu planschen und herumzutoben,und
von den zärtlich streichelnden Händen meiner
Mama und meines Papas.

8. Monat
Weil ich schon so groß geworden bin, ist meine
Bewegungsfreiheit deutlich eingeschränkt und
ich kann keine wilden Turnübungen mehr
machen. Aber ich spiele mit meiner Mama
«Fang den Fuß»: Ich trete sie so fest, daß sich ihr
Bauch ausbeult, und sie greift dann nach
meinem Fuß. Dann trete ich sie an einer anderen
Stelle und sie faßt wieder nach meinem
Fuß. Das macht mir Spaß! Ich mag es auch,
wenn meine Mama mir etwas vorsingt, das
beruhigt mich,wenn ich gar zu aufgedreht bin.
Gestern habe ich mich gekratzt: Meine Fingernägel
sind schon so lang! Wenn ich wach bin,
halte ich meine Augen offen, beim Einschlafen
schließe ich sie.

9. Monat
Ich habe noch ordentlich zugenommen.Ich bin
mittlerweile 52 Zentimeter lang und 3, 56 Kilogramm
schwer. Nun wird es mir wirklich zu
eng hier.Vielleicht sollte ich doch einmal
schauen, wie es «draußen» ist ?

 


Text entnommen aus einer Puplikation von "Die Birke e. V."

Quellen: Lennart Nilsson: Ein Kind entsteht.Bilddokumentation
über die Entwicklung des Lebens im Mutterleib.Mosaik
Verlag München 1995; Alexander Tsiaras:Wunder des
Lebens.Wie ein Kind entsteht.Droemersche Verlagsanstalt
2003; Katharina Zimmer: Das Leben vor dem Leben.Die
seelische und körperliche Entwicklung im Mutterleib.
Kösel-Verlag München 1985
Hinweis:
Wir haben über die Entwicklung des ungeborenen Kindes
auch einen Text in sachlichem Stil verfaßt, den wir Ihnen
bei Interesse gerne zusenden.


An mein ungeborenes Kind

Deine lieben Hände, Kind,
die sich schon bewegen
,
wirst du bald in unsere Hände legen:
Du wirst greifen und fassen,
du wirst halten und lassen,
du wirst schaffen und schmücken,
nehmen und beglücken
und dein Handeln möge gesegnet sein.


Deine kleinen Füße, Kind,
die mich schon berühren,
werden bald die große Erde spüren:
Du wirst trippeln und gehen,
du wirst stolpern und stehen,
du wirst klettern und springen
und nach Atem ringen;
du wirst hasten und rasten -
deine Wege möge gesegnet sein.


Deine lieben Augen, Kind,
die noch warten müssen,
wird schon bald die Sonne küssen
und wir sehnen uns
nach diesen sanften Spiegeln,
dass sie dir mit uns
die Welt entriegeln.
Du wirst vieles entdecken;
staunen und auch erschrecken,
du wirst Wunder sehen,
Augen-Blicke verstehen -
Dein Schauen möge gesegnet sein.


Christa Peikert-Flaspöhler

 

Den Müttern

Vieles Böse geschieht.
Aber dieses, dass Kinder
immer von neuem die Augen
aufschlagen zum Leben,
eben umhüllt noch vom Urtraum
im Leibe der Mutter,
und schon umfangen
vom Auge der Sorge und Liebe.
Weinend zuerst,
doch dem Weinen gesellt sich
ein Lächeln, Staunen sodann
und Ergreifen und endlich
ein Rufen -
Viels Böse geschieht,
aber dieses, ihr Mütter,
dieses ist gut.

(Albrecht Goes)

 

Für die Mütter

Worte des heiligen Vaters, Johannes Paul II in seinem Brief an die Frauen von 1995:

"Dank sei dir, Frau als Mutter, die du dich in der Freude und im Schmerz einer einzigartigen Erfahrung zum Mutterschoß des Menschen machst, die du für das Kind, das zur Welt kommt, zum Lächeln Gottes wirst, die du seine ersten Schritte lenkst, es bei seinem Heranwachsen betreust und zum Bezugspunkt auf seinem weiteren Lebensweg wirst."

Gebet für die Mutter

Gott, du hast geboten, Vater und Mutter zu ehren. Erhöre mein Gebet, das ich besonders für meine Mutter an dich richte. Gib ihr ein langes Leben und erhalte sie gesund an Leib und Seele. Segne ihre Mühen und ihren Einsatz. Vergilt ihr, was sie für mich getan hat. Lass sie dein Gesetz lieben und entsprechend leben. Hilf mir, alles mir Mögliche für sie zu tun, und gib mir, nachdem ich ihre Zuneigung auf Erden erfahen durfte, die Freude, mit ihr das Ziel des ewigen Lebens zu erreichen. Amen.

 

 

Hier gibt's Hilfe für Schwangere in Not

Rosenkranz für das ungeborene Leben 

 

Gebet einer werdenden Mutter

Gott verändert durch Dich die Welt,
wie der Lichtstrahl, der Dunkel erhellt,
wie der Tag, der die Nacht verdrängt,
wie der Mensch, der sich liebend verschenkt.

Du bist in Liebe von Gott erdacht,
zart und fein vom Schöpfer gemacht,
kleines Wunder, von Gott uns gegeben,
weil Gott Dich will, darfst in mir Du leben.

Kind, nun änderst Du meine Welt,
fortan bist Du mir zugesellt,
Du in mir - in mich eingewoben,
in mein Leben hineingeschoben.

Alles ist anders – Du bist jetzt da,
Körper in Körper, wunderbar nah
sind wir beisammen, Du und ich;
denke, fühle, atme für Dich.

Herz bei Herzen; ich spür‘, mein Kind,
wie Dein Herz zu schlagen beginnt.
Leben strömend von mir zu Dir,
Du in mir schwebend, beide ein Wir.

Du veränderst die Welt, mein Kind.
Träume vom Ich verwehen im Wind.
Träume vom Wir werden Wirklichkeit.
Unsere Welt ist für Dich, Kind, bereit.

Helma Thielscher-Noll

Wenn ich bedenke
mein Kind
wie du mich
verändern kannst
Verständnis
Geduld
Liebe
wachsen wird in mir
durch dich
wie du mich
zu einem
besseren Menschen
reifen lässt
wie sollte ich denn
daran zweifeln
dass es sinnvoll ist
dich auszutragen?
Wer weiß was Gott
noch Großes mit
dir vorhat, mein Kind.

Ingrid, 17 Jahre

 

Mein Herz

Mein Herz schrie laut in großer Pein -
so wurde es verbunden.
Was nicht sein darf - sollte nicht sein, - wie Du mein Kind -.
Darum bedeckte ich die Wunden.
Mein Denken, Fühlen und alles Wissen wurden verbannt
- wie Du mein Kind -.
Die Wahrheit leider nicht erkannt - wie Du mein Kind -.
So starb mein Herz - ward tot und leer - mit meinem Kind -.
Freude und Lachen kannte ich nicht mehr - gleich meinem Kind -.
Hart, lieblos und selten froh, erfuhren mich die anderen;
Ruhelos - ohne Frieden - unzufrieden - mußte ich weiterwandern!
Dann sind die barmherzigen Binden um mein Herz zu Eisenbändern geworden.
Sie verdrängen heute nicht nur den Schmerz. - Nein! Die Liebe wollen sie morden!
Ich bin gebunden - hart, eng, zusammengepreßt -
Die Angst wird täglich neu geboren.
Die Liebe mich immer mehr verläßt,
Den Sinn für mein Leben hab' ich verloren!
Und mit der Liebe stirbt auch das Leben!
Wird es denn nirgendwo Hilfe geben?
Der Schrei nach Liebe und Leben
Wird durch kaltes Eisen zerstört!
Sollte es wirklich niemanden geben.
Der diese stummen Schreie hört?
DOCH -
Einer ist da!
Er war auch immer dabei!
Er setzt dich frei!
Er macht dich neu!
Es gibt einen Weg,
Bei dem selbst Eisenbänder springen,
Wo Wahrheit und Liebe sind der Steg,
Und Leben wird wieder gelingen

Gedicht einer Mutter, die um ihr abgetriebenes Kind trauert (Gefunden bei Rahel e.V.)

 

 

Rettet unsere Kinder!

Ach, die Müdigkeit so vieler Kinderaugen! Wie erloschen sind sie – missbraucht, vergewaltigt, übersättigt, ertränkt von einer ganzen Sintflut von Bildern. Schlecht wird den Kindern davon. Hin und hergeworfen von einem Ende der Welt zum andern, von einer Illusion in die andere, von einem Abgrund in den andern – muss ihnen der Schädel nicht brummen davon? Wer übertönt all den Lärm?

Wer erhebt Anklage gegen die Verheerungen des Fernsehens? Welt der Bilder, Bilder der Welt – Vulkan, der ständig speit, sie mit seinen brodelnden Brocken besudelt. Sie Tag und Nacht in Atem hält, sie sogar um den Schlaf bringt. Immer und überall, selbst mitten in der Landschaft, unter Zeltdächern und vor Wohnwägen. Überall: Gewalttätigkeit, Unzucht, Sinnlichkeit. Ganze Schwaden von Leere und Ramsch. Augen voll Leere, Kopf voller Ramsch, Herz voller Ausverkauf.
Und also werden auch sie töten, stehlen, vergewaltigen, sich betrinken, zusammenschlagen, umbringen. Und wer reißt sie heraus aus diesem Teufelskreis? Wer bewahrt sie vor der tödlichen Ansteckung?

Ach, all diese Kinderaugen, diese für immer vergifteten Quellen! Weil sie schon alles gesehen haben, werden sie bald gar nichts mehr sehen. In ihren glasigen Augen ist die Frische der ganzen Welt schon zur Ölpest der Angst geworden, die steigt und steigt. Augen, die nur noch ein Schrei sind: "Erleuchte meinen Blick, dass ich nicht ganz im Tod versinke!" Denn diese Angst ist schon Tod. Was man in dieser Angst sieht, das ist schon gestorben. Nichts und niemand vermag es mehr aus den Gräbern der Herzen heraufzuholen. Kind und Säugling verschmachten auf den Plätzen der Stadt. Sie sagen zu ihren Müttern: Wo ist Brot und Wein?, da sie erschöpft verschmachten auf den Plätzen der Stadt, da sie ihr Leben aushauchen auf dem Schoß ihrer Mütter. Dein Zusammenbruch ist groß wie das Meer, wer kann dich heilen? Deine Propheten schauten dier Lug und Trug... Sie schauten dier als Prophetenworte nur Trug und Verführung (Klagelieder 2,11-14).

Verschüttet sind die Herzen, verschüttet die Fragen – begraben wie auf dem Grund des Meeres. Denn wer hört schon auf die Fragen der Kinder? Wer nicht sich die Zeit? (Man braucht nämlich Zeit, diese Fragen anzuhören und zu beantworten!) Wer lässt sich von ihnen in Frage stellen? Und ein Kind ist doch dauernd voller Fragen! Schreckliche Fragen! Fragen, die es nicht auszusprechen wagt! Es versteht, dass sie uns Angst machen könnten. Dass wir ihnen ausweichen oder sie vereinfachen möchten. Fragen, die zu schwer sind, sie allein zu tragen. Und die man oft jahrelang mit sich umherschleppen muss. Fragen, die mir neulich 9-12jährige stellten: Der Tod, die Hölle, die Liebe – was bedeutet das alles? Warum bin ich überhaupt geboren? Warum habe ich einen Körper? Warum gibt es Himmel und Hölle?

Wer wagt Anklage zu erheben angesichts der Verheerungen geistiger Prostitution? Der Lern-Rhythmus unserer Schulen führt zu einer Versklavung unserer Kinder, da er jede Möglichkeit inneren Lebens erstickt. Eine immer aggressivere Werbung prügelt andauernd so erbarmungslos auf unsere Kinder ein, dass sie schließlich ihre Seele den Götzen des Tages verkaufen müssen. Das alles aber lässt und offenbar vollkommen kalt.
Jense Volk von Kindern, das zynisch korrumpiert wird durch unsere westliche Gesellschaft. Kinder bewusst zu sexuellen Perversionen zu provozieren, in ihnen die unersättliche Lust aufzustacheln, immer genauso viel und möglichst noch mehr zu haben als die Nachbarn – wo dieses grausame Spiel von einer ganzen Gesellschaft mitgespielt wird, dort kann man ruhig von geistigem Völkermord sprechen. Von einer stillschweigenden Unterdrückung, die mörderischer ist als jede offene und gewaltsame Verfolgung. Erlaubt mir überall zu schreien: Hilfe! Hilfe! Man ermordert die Brüder, erwürgt unsere Kinder! (Louis Marie Grignion de Montfort)

Das erblühende innere Leben eines Kindes nur aufmerksam zu verfolgen, genügt nämlich nicht. Man muss es sanft und dieskret aufwecken, ihm immer wieder reichlich Frischluft zukommen lassen, ohne die es zu ersticken droht. Wehe jenen, die nicht wagen, mit Kindern von Gott zu sprechen, von der Dreieinigkeit, von der Eucharistie unter dem Vorwand, dass es die Kinder nicht verstehen! Welches Recht haben wir, ihre Aufnahmefägigkeit mutwillig einzuschränken, die Dosis nach unseren eigenen Bedürfnissen zu bemessen? (...)

Die Kinder haben einen unersättlichen Durst, Gott kennen zu lernen. Alles, aber auch alles wollen sie von ihm wissen. Und sie haben ein Recht darauf. Die Intelligenz eines Kindes ist für die Wahrheit geschaffen, denn sie ist von der Wahrheit geschaffen, die die Liebe ist. Welches Recht haben wir, Kinder um die Wahrheit zu betrügen? Kinder um die Liebe zu betrügen? Sie um ihr Leben zu betrügen? Und uns mit ihnen? Denn was ist unser Leben ohne das Leben der Kinder?

Niemand ist so erschüttert vom Bösen wie ein Christ. Er kennt seine Wurzeln und seine Wirkungen. Aber niemand ist auch so immun gegen die Angst: Der Christ weiß, woher das Böse kommt – und wohin es geht. Er kann erschöpft sein, aber niemals vernichtet. Denn immer geht ihm jener voraus, der durch unsere Angst, durch unseren Tod hindurchgegangen ist. Wenn wir von allen guten Geistern verlassen sind – sein Geist verlässt uns nicht. Kein Haar wird uns gekrümmt, ohne dass er es weiß.

Die Flamme der Hoffnung wird nicht erlöschen, so sehr sie auch flackern mag. Mit gefalteten Händen werden wir sie schützen – gegen jeden Sturm. Wir lassen die Liebe nicht erkalten auf dieser erstarrten Erde. Wir öffnen sie neu jenem Hauch, der sie mit Leben erfüllt, die verborgene Glut neu entfacht.

 

Aus: Daniel Ange: Die Heiligen des Jahes 2000, Verlag: Gemeinnütziger Verein Kultur in die Familie, Linz, 1992

Vergewaltigung, Inzest und dann Abtreibung?

 

Dies ist ein ganz besonderes Bild vom Jesuskind. Es soll entstanden sein, als ein Mönch das ausgesetzte Allerheiligste fotografierte. Als er das Bild entwickelte, war darauf dieses zarte und rührende Bild des Jesuskindes zu sehen. Wer dieses Bild in sein Haus einlässt, dem wird es Segen und Frieden bringen.

 

 

 


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